Was ist dein Rezept?

Category : Weg zum stressfreien Alltag

ist die Frage, die mir viele Leute stellten, als ich erzählte, wie es mir mit meiner nervlichen Überlastung ging und wie ich versuche, die Überlastung zu bekämpfen. Was ist mein Rezept? Für alle, denen es ähnlich geht oder ging: Es gibt kein Rezept, nur Zeichen die einen merken lassen, dass man überlastet ist und dagegen tun kann man eigentlich nur eines: Die Quelle der Last muss versiegen oder: Suche dir einen Weg, die Belastungen auszuhalten, ohne dass es dir zu viel wird.
Ich merke, dass es viele überlastete Leute gibt. Zu viele! Das grundsätzliche Problem ist, dass man es meistens erst merkt, wenn es zu spät ist. Ich bin Gott dankbar, dass er es mich früh hat merken lassen, dass es so nicht weitergeht. Und so bin ich haarscharf an einem Burnout vorbeigeschrammt. Die Anzeichen sind vielfältig und auf Grund meiner Recherchen könnte ich euch eine endlos lange und öde Liste präsentieren. Wer es wissen will, schreibt mir einfach eine Mail oder schreib es im Kommentar, dass du die Liste mit Symptomen einer Überlastung haben willst.
Was viel hilfreicher ist, ist eine Reihe von Dingen, die für uns alle gut sein können, um uns nicht in die Nähe einer Überlastung zu bringen. Hier meine Tipps:

  • nimm dir Zeit für dich und deinen Körper
  • habe Gemeinschaft mit anderen
  • mache Sport
  • achte auf gesunde Ernährung
  • habe einen steten Lebenswandel
  • frage Gott, was dir hilft
  • sei offen für neue entspannende Dinge
  • nimm dir die erforderliche Zeit für die wichtigen Dinge, lasse unwichtiges sein!
  • lass für eine Woche oder einen Monat den Fernseher aus und lass die Tageszeitung liegen
  • stattdessen besuche in dieser Zeit einen Freund oder deine Eltern oder deine Oma(s) und Opa(s)
  • lies ein Buch (nein, kein eBook!) nimm dir am Besten einen Roman oder was dir auch immer liegt. Kein Sachbuch!
  • FRÜHSTÜCKE, esse zu MITTAG und auch am ABEND nimm dir für jede Mahlzeit eine halbe Stunde zeit!
  • genieße den Augenblick
  • Iss langsam und trinke viel (vor allem Wasser)
  • zünde eine Kerze an oder mach Feuer in deinem Ofen, koch dir einen Tee und lass das Feuer auf dich wirken!

Dies ist nur der Anfang einer Liste von Dingen, die dir helfen, von deiner Belastung weg zu kommen. Generell gilt: In der Ruhe liegt die Kraft. Auch wenn du meinst, dass in der Kürze die Würze liegt…. diese Würze ist Salz in deine Wunde!

Wenn du Frühstückst, denkst du schon an den Weg zur Arbeit,
bist du auf dem Weg zur Arbeit, denkst du schon an die Arbeit
in der Arbeit denkst du schon an den Feierabend
bei Feierabend denkst du ans schlafen gehen und an den morgigen Tag
beim einschlafen denkst du an das, was heute alles passiert ist und was du besser hättest machen können

Damit es dir nicht so geht, lebe doch lieber im Augenblick! Denn mit dem, was du im Augenblick tust, kannst du deine Situation verändern.

Gott sei mit euch!

Ich bitte um zahlreiche Kommentare!

Pläne machen…

Category : Weg zum stressfreien Alltag

Unglaublich, ich habe in der vorangegangenen Woche keine einzige Überstunde gemacht!
Nach meinem Einkauf und meinen Hausarbeiten (Wäsche aufhängen, Staubsaugen, Ofen sauber machen, Blumen gießen und die Katze füttern), setz ich mich gemütlich her, um mein Abendessen einzunehmen. Außerdem hab ich mein IBM Thinkpad mit am Tisch und mach einen Eintrag.

Mit einer Tasse Rooibos-Honeybush-Mischung und einem Superlecker-Vollkornbrot gebe ich meinem Körper wichtige Nährstoffe. Der Tee wird eigentlich als “Zauberhafter Wintertee” verkauft. Ja, es ist Sommer, aber das ist mir grad eben mal sowas von egal, das Zeug schmeckt einfach und irgendwie beruhigt das auch. Meine Mission ist ja, die Ruhe zu finden. Einer der Gründe, weshalb ich diesen Blog in die Welt gesetzt habe ist der, dass dieses überarbeitet sein und kurz-vor-dem-Burnout sein mich nicht alleine betrifft und ich ein Zeichen setzen will: “Passt auf euch auf, findet euren Ausgleich und eure ruhigen Zeiten”. Im Chat habe ich mit Klassenkammeraden einmal über das Problem geredet. Einer von ihnen meinte auch, dass er überhaupt nicht mehr leistungsfähig sei und er es einfach nicht mehr packt. Er strenge sich auch an, allen Berechtigten ihre Wünsche zu erfüllen und gönnt sich selbst auch Auszeiten, aber, wie es aussieht ist es nicht genug der Ruhe.

Was ist nur los? Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder lebe ich in einer Generation nervlich schwacher und körperlich wenig beanspruchbarer, oder – und das ist, was ich eher glaube – die Zeit ist nichts mehr Wert, weil sie einfach zu schnell läuft und die Anforderungen, die an jeden einzelnen von uns gestellt werden sind einfach nur wahnsinnig hoch, weil die Messlatte der Entscheider im Laufe der Zeit nicht konstant geblieben ist oder konstant stieg, sondern, weil wir einen exponentiellen Anstieg der Messlatte vorfinden und wir in ganz jungen Jahren überhaupt kein Problem damit haben und uns nicht beschweren können, weil es überhaupt nicht auffällt. Das Problem ist nicht nur das Ansteigen der Anforderungen. Ein großes Problem ist auch, dass mit den höheren Erwartungen und den längeren Arbeitsstunden und dem wachsenden Alltagsdruck sich der Mensch nicht aufgemacht hat, diese Gleichheitswaage zwischen Arbeit und Entspannung ins Gleichgewicht zu bringen. Die Arbeitsseite der Waage ist immer unten und hängt mit schwerem Gewicht am Haken, aber viele machen sich nicht auf, die Entspannungsseite zu beladen, sich also nach der Arbeit zu erleichtern. Wie anfangs erwähnt habe ich in der vergangenen Woche keine Überstunde gemacht, aber eine ähnliche Menge an Arbeit verrichtet. Man muss also nicht stressen oder dauernd am Limit seiner Kapazität arbeiten. Es geht auch so. Wie im vorigen Eintrag schon einmal gesagt: Gott hat auch nicht herumgestresst!
Mein Abendessen habe ich jetzt beendet. Ich leg mich noch kurz hin und geh dann in der Kühle des Abends eine Runde Joggen oder Biken. Für schöne Bilder ist heut der Himmel zu bedeckt. Nach dem Sport noch Duschen und dann eine Folge Star Trek. Und zwar Star Trek: Voyager – Season 2, Episode 19 – Lifesigns natürlich auf Englisch, weil die Lipsyncs einfach nur Bescheiden gemacht sind und außerdem entspannt mich die englische Sprache. Eventuell noch ein Hanuta und ein Viertel Spätburgunder Weißherbst vom Opfinger Attilafelsen – mein Lieblingswein. Am Besten schmeckt er bei etwa 14 Grad zusammen mit einem Stücken Gouda mittelalt und einigen roten Weintrauben. Wie verbringt ihr euren Abend in Gemütlichkeit?